Insolvenzmeldungen von Lieferanten aus der Industrie – Risiken und Entwicklungen im Jahr 2025
Die industrielle Lieferkette steht 2025 unter massivem Druck. Immer mehr Zulieferer aus Maschinenbau, Metallverarbeitung, Kunststofftechnik und Automobilindustrie geraten in finanzielle Schwierigkeiten. Ursachen sind hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, volatile Rohstoffmärkte und ein starker Wettbewerbsdruck aus Asien. Die Folge: eine wachsende Zahl an Lieferanten-Insolvenzen im industriellen Mittelstand.
Für produzierende Unternehmen und industrielle Großhändler ist das Risiko erheblich. Eine einzige Insolvenz in der Lieferkette kann Produktionsstopps, Engpässe bei Ersatzteilen oder Verzögerungen bei Projekten auslösen. Besonders betroffen sind Betriebe mit spezialisierten Vorlieferanten, die sich nicht kurzfristig ersetzen lassen.
Auf Lieferanteninsolvenz.com bündeln wir aktuelle Fälle und Entwicklungen in Insolvenzmeldungen aus der industriellen Lieferkette – von Automobilzulieferern bis hin zu Komponentenherstellern, Gießereien und Maschinenbauern. Die Informationen stammen aus verifizierten Wirtschaftsnachrichten und werden regelmäßig aktualisiert. Ziel ist es, Industrieunternehmen frühzeitig über finanzielle Risiken bei ihren Partnern zu informieren.
Die Analyse zeigt: Insolvenzen entstehen heute weniger durch Managementfehler, sondern durch strukturelle Marktveränderungen – sinkende Margen, hohe Finanzierungskosten und zunehmende Abhängigkeit von einzelnen OEMs. Gleichzeitig entstehen Chancen für strategische Übernahmen und neue Partnerschaften, wenn insolvente Lieferanten in neue Eigentümerstrukturen überführt werden.
Wer seine Lieferantenbasis regelmäßig beobachtet, Bonitätswarnungen ernst nimmt und alternative Bezugsquellen sowie Lagerbestände vorbereitet, kann Produktionsausfälle vermeiden.
⚠️ Warum ist ein Anstieg der Insolvenzen besonders relevant für die Industrie & Zulieferketten?
Auch wenn die unten stehenden Insolvenzzahlen nicht exklusiv für die Industrie bzw. Zulieferer ausgewiesen sind, der Anstieg betrifft die gesamte Unternehmenslandschaft — inklusive produzierender Unternehmen und Zulieferer. Höhere Insolvenzzahlen bedeuten ein erhöhtes Risiko für Lieferketten: Ein insolventer Zulieferer kann Produktions-, Beschaffungs- und Logistikprozesse erheblich stören.
✅ Wie entwickelt sich die Anzahl der Insolvenzen?
- Laut der Statistisches Bundesamt sind die beantragten Regelinsolvenzen im August 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,6 % gestiegen. BMWi+3Destatis+3Destatis+3
- Für das erste Halbjahr 2025 wurden rund 12.009 Unternehmens-Insolvenzen gemeldet — ein Anstieg von 12,2 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2024. Reuters+2febis.org+2
- Eine Studie der Creditreform Wirtschaftsforschung meldet für das erste Halbjahr 2025 knapp 11.900 Unternehmens-Insolvenzen, ein Anstieg von 9,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. febis.org
- Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Anstieg von etwa 15 % erwartet, womit rund ≈ 25.800 Insolvenzen möglich wären. Institut der deutschen Wirtschaft (IW)+1
Übergeordnete Insolvenzentwicklungen in Deutschland
- Deutlich steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Zulieferern
- Belastungsfaktoren: hohe Energiepreise, gestiegene Zinsen, schwache Investitionsdynamik, Strukturwandel (Automotive, Maschinenbau, Solar)
- Nachholeffekte aus den Jahren mit ausgesetzten Insolvenzantragspflichten wirken weiter

Insolvenzmeldungen aus der Industrie
HINWEIS: Keine Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit; bitte Quellen prüfen. Texte wurden mit ChatGPT erstellt.
Lieferanteninsolvenz.com liefert dafür einen transparenten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der industriellen Zulieferlandschaft:
Plastic Manufacturing Group – Automobil-Kunststoff-Zulieferer – Diepersdorf/Oberlungwitz/Lüdenscheid, DE – Vier deutsche Gesellschaften insolvent, >1.000 Jobs betroffen. »Automobil Industrie«+1
AE Group – Aluminium-Druckguss (Automotive) – Gerstungen & Nentershausen, DE – Nach Eigenverwaltung keine Investorenlösung; Schließung mit ~650 Jobs. DIE WELT
Winning BLW GmbH – Antriebs-/Getriebekomponenten (Automotive) – Remscheid/Duisburg/Penzberg, DE – Insolvenzantrag in Eigenverwaltung; Betrieb läuft weiter. DIE WELT
Weberit Plastics Technologies – Kunststoff-Teile (Automotive) – Oberlahr (RP), DE – Sanierung in Eigenverwaltung (vorläufig 29.07.; Eröffnung 01.10.). Weberit-PT+1
Robust Industry/Robust Plastics (inkl. AKG Robust, HT Electronic Systems) – Kunststoff/Spritzguss/Blasformen (Automotive) – Mattighofen/Wildon/Neudörfl, AT – Gruppe beantragt Insolvenz. KunststoffWeb
Höhrhan-Gruppe – Automotive-Zulieferer – AT – Vier Firmen insolvent; ~174 Mitarbeiter betroffen. Chip
Meyer Burger (deutsche Tochtergesellschaften) – Solarindustrie – Sachsen & Sachsen-Anhalt, DE – Deutsche Tochterfirmen insolvent; ~620 MA. BILD
eno energy GmbH – Windkraftanlagen & Projektierer – Rostock/Rerik, DE – Insolvenzantrag; ~280 MA; Projekte laufen weiter. DIE WELT
ZI Aluminium-Druckguss (Demag-Nachfolger) – Druckguss – DE – Endgültiges Aus nach Insolvenz, Schließung zum 31.10.2025. International Aluminium Journal DE
Dihag Hasenclever – Gießerei (Automotive/Industrie) – Bad Laasphe, DE – Februar 2025 insolvent; Sanierungslösung gefunden. WirtschaftsWoche
Reiff Technische Produkte – Technischer Handel (Dichtungen, Antriebs-/Verbindungstechnik) – Reutlingen, DE – Eigenverwaltung zur Neuausrichtung. pleiteticker.info
Joseph Dresselhaus GmbH & Co. KG – Befestigungs-/Verbindungsteile (Großhandel) – Herford, DE – Insolvenzantrag; ~600 Arbeitsplätze betroffen. pleiteticker.info
Vollert Anlagenbau GmbH – Intralogistik/Anlagen- & Sondermaschinenbau – Weinsberg, DE – Insolvenzantrag; ~270 MA. pleiteticker.info
Stürtz Maschinenbau – Fensterproduktions-Maschinen – Neustadt/Wied (RP), DE – Gruppe insolvent; ~240 MA. pleiteticker.info
Rockster Austria International – Mobile Brech- & Siebanlagen – St. Florian, AT – Insolvenzantrag. pleiteticker.info
Perlon-Gruppe (7 deutsche Gesellschaften) – Synthetische Filamente/Industrielle Fasern – Munderkingen u. a., DE – Gerichtliche Sanierung in Eigenverwaltung; ~490 MA. WirtschaftsWoche+1
Sande Stahlguss GmbH – Stahlguss/Gießerei – Sande (NI), DE – Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet (03.09.2025). pluta.net+1
Qcision (ehem. Feintool-Tochter) – Maschinenbau/Werkzeugmaschinen – Lyss, CH – Konkursverfahren; ~80 MA betroffen. Blick
Walter König GmbH – Metallbau/Komponenten – Hochdorf, DE – Neuordnung im Insolvenzverfahren (Eigenregie). pleiteticker.info
Auerswald GmbH & Co. KG – Industrie-/TK-Hardware (VoIP, ITK) – Schandelah/Braunschweig, DE – Eigenverwaltungsverfahren beantragt. pleiteticker.info
M1 Sporttechnik – Deutscher Fahrrad- und E-Bike-Hersteller mit angekündigter Produktionsbeendigung bis 2026. Der Fall gilt als Indikator für den anhaltenden Druck auf industrielle Mittelständler (Kostenstruktur, Nachfrage, Finanzierung).
Kiekert AG – Global tätiger Autozulieferer (Schließ- und Zugangssysteme) mit Insolvenzantrag. Geschäftsbetrieb läuft fort, Sanierung über Insolvenzplan bzw. Investorensuche. Relevanter Fall für OEM-nahe Lieferketten.
Meyer Burger – Insolvenz deutscher Tochtergesellschaften im Bereich Solarzellen- und Modulproduktion. Mehrere hundert Arbeitsplätze betroffen, exemplarisch für strukturelle Probleme energieintensiver Industrie in Deutschland.
Höfner – Musikinstrumentenhersteller, Insolvenz bei laufendem Betrieb
SkySails – Technische Systeme / Energie- und Antriebslösungen, vorläufiges Insolvenzverfahren
Ehrenberg Elektro & Blitzschutz GmbH – Spezialbetrieb Elektrotechnik / Blitzschutz
Weitere Fälle aus Papier-, Kunststoff-, Fenster- und Sondermaschinenbau, häufig KMU mit starker Projektabhängigkeit
